48. Feldbogen Osterturnier in Dahn
Veröffentlicht von Markus Zellmann in Feldbogen · Dienstag 07 Apr 2026 · 3:30
Tags: Osterturnier, Feldbogen
Tags: Osterturnier, Feldbogen
Am Osterwochenende fand in Dahn, nahe der französischen Grenze in der Südwestpfalz, das legendäre Feldbogen Osterturnier in seiner 48. Ausführung statt. In einer sagenhaften Sandsteinlandschaft eingebettet, das Dahner Felsenland, wurden zwei spektakuläre Feldbogen Parcours aufgebaut. Über zwei Tage nahmen etwa 400 Bogenschützen daran teil. In jedem Parcours standen 28 Scheiben auf Entfernungen zwischen 10 und 61 Meter in einem extrem anspruchsvollen Gelände. Am ersten Tag stand eine Jagd- und Feldrunde auf dem Programm. Auf jede Scheibe mussten 4 Wertungspfeile, und somit insgesamt 112 Pfeile geschossen werden. Der zweite Tag stand im Rahmen der Tierbildrunde. Da reichte im besten Fall ein Pfeil pro Scheibe, wenn dieser das Tierbild getroffen hat. Doch auch die besten Schützen benötigten dafür den einen oder anderen „Nachlader“ um im zweiten oder sogar dritten Schuss den Pfeil in der Trefferzone im Tierbild zu platzieren.
Von unserem Verein nahmen drei Bogenschützen daran teil. Die den Recurve Masters startete Markus Zellmann und Adolf Mohr in einem 22-köpfigen Teilnehmerfeld. Günter Teschke startete bei den Blankbogen Masters mit 24 weiteren Teilnehmern.
Samstag früh ging es bereits gegen 8 Uhr mit Einschießen und um 9 Uhr mit der Begrüßung und Abmarsch in den Parcours los. Es wurde ein sehr langer und anstrengender Tag. Die 28 Scheiben waren eindrucksvoll in die Landschaft integriert. Bei teilweise extremen Hoch- und Tiefschüssen wurde, abgesehen von dem Laufen und Stehen in der Hanglage beim Schießen, sehr viel von den Schützen abverlangt. Fast durchgängiger Nieselregen machte das Ganze nicht einfacher. Einige Schützen hatten bereits im Laufe des Nachmittags kaum noch „Körner“ für die restlichen Ziele übrig. Das Wandern und vor allem das präzise Schießen in diesem Ausnahmeparcours forderte bei vielen seinen Tribut. Erst gegen 20 Uhr kamen die letzten Schützen zurück.
Markus lag zur Halbzeit auf den 2. Platz und Adolf auf dem 3. Platz. Günter hatte seine Schwierigkeiten und wurde auf dem drittletzten Platz der Ergebnisliste gelistet.
Sonntagfrüh ging zu den gleichen Zeiten wie am Tage zuvor mit dem zweiten Tag weiter. Das Wetter meinte es jetzt mit den Schützen besser. Klarer Himmel sorgte zwar in der Früh zu eisigen Temperaturen, doch die Sonne pushte die Wohlfühltemperatur am späten Vormittag doch zügig nach oben. Gegen Nachmittag wurde es auch zunehmend windiger mit teilweise heftigen Böen. Bei der Tierbildrunde war präzises Schießen nötig um eine gute Ringzahl zu bekommen. Die „Killzone“ in den Tierbildern war nicht wirklich groß und besonders auf den weiten Distanzen (bis 60 Metern) auch extrem klein. Die beiden Parcours wurden von den Schützen getauscht. Die, die am ersten Tag den weißen Parcours geschossen hatten, mussten jetzt in den roten Parcours – und umgekehrt. Der rote Parcours war der eindeutig schwierigere von den beiden. Das zeigte auch die Ringzahlen bei vielen Schützen im Vergleich der beiden Tage.
Markus hatte bei einigen Scheiben seine Probleme und benötigte 5-mal den „zweiten Pfeil“ um die Wertungszone zu treffen und somit standen 6 Ringe weniger als am Tag davor zu Buche. Doch auch seine Konkurrenten hatten ja den gleichen Parcours zu bewältigen und auch ihre Probleme damit. Da der Führende bei den Recurve Masters deutlich mehr Ringe einbüßte schaffte er den Sprung an die Spitze und siegte mit 9 Ringen Vorsprung. Adolf kämpfte ebenfalls mit sich und den örtlichen Gegebenheiten. Er kam zwar auf ein ähnliches Ringergebnis wie am Tage zuvor, jedoch wurde er von dem vorher Viertplatzierten überholt und landete am Ende mit nur einem Ring Rückstand auf dem 4. Platz.
Bei Günter lief es sonntags auch etwas besser, jedoch seine direkte Konkurrenz schlief nicht und verhinderte einen größeren Sprung nach oben. Mit einem 20. Platz musste er sich am Ende zufriedengeben.
Markus und Adolf nahmen wunderschöne handgefertigte Unikate aus Metall und Holz von einer lokalen Firma als Preise mit nach Hause. Für alle die das Feldbogenschießen mögen und lieben sollte jeder einmal in Dahn geschossen haben. Es ist auf jeden Fall eine Reise wert!
